Haben Sie schon einmal beobachtet, wie ein geneigter Förderbandtransporter frustrierend versucht, Lasten einen Hang hinaufzutransportieren, nur um dann festzustellen, dass das Förderband praktisch stillsteht, während die Antriebstrommel weiterdreht? Das ist Riutschlupf – und stellt ein operatives Albtraumszenario dar. Wenn Förderbänder nicht ausreichend am Antriebsrollen haften, sammeln sich Materialien am Endbereich („Tail End“) an, die Produktion kommt zum Erliegen, und meist ist eine arbeitsintensive Reinigung erforderlich. Diese Situation ist bei geneigten Förderbandanlagen noch komplexer, da die Schwerkraft die Last ständig nach unten zieht. Zum Glück lässt sich Riutschlupf vermeiden. Mit den richtigen Lösungen können Sie operative Störungen beseitigen und Ihren Betrieb reibungslos aufrechterhalten. Im Folgenden erläutere ich die Hauptursachen sowie wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Riutschlupf.

Eine unzureichende Riemenzugspannung ist einer der häufigsten Gründe für Durchrutschen. Ein zu lockerer Riemen kann die Antriebsrolle nicht ausreichend greifen, insbesondere unter hohen Lastbedingungen. Stellen Sie sich ein Gummiband vor, das an einem Rad eingesetzt wird: Es dreht sich einfach nur ohne zu greifen. Die meisten Förderbänder verfügen über eine Spannvorrichtung zur Einstellung der Zugspannung, die entweder manuell mittels Schraube oder automatisch durch Gewichtskraft erfolgt. Diese Vorrichtung wird ebenfalls bei kürzeren geneigten Bandförderanlagen eingesetzt. Wenn Sie jedoch eine manuelle Variante verwenden, beachten Sie bitte, dass diese regelmäßig überprüft und nachgespannt werden muss. Eine bewährte Faustregel besteht darin, die Durchhanghöhe des Bandes zwischen den Rücklaufrollen zu prüfen. Beträgt der Durchhang mehr als einige Zoll, ist möglicherweise eine Nachspannung erforderlich. Zu hohe Zugspannung ist genauso problematisch, da sie zusätzliche Belastung auf die Lager ausübt, den Verschleiß des Bandes erhöht und Durchschlagprobleme verursachen kann. Suchen Sie daher eine optimale Zugspannung, bei der der Riemen weder zu locker noch übermäßig stark gespannt ist.
Sofern das Riemenantriebssystem nicht speziell für steile Steigungen oder schwere Materialien ausgelegt ist, kann die Riemenspannung unzureichend sein. Damit ist die Frage beantwortet: Was ist ein Umschlingungswinkel? Der Umschlingungswinkel gibt an, wie groß der Anteil der Antriebsrolle ist, der vom Riemen umschlungen wird. Üblicherweise ist der Riemen so konstruiert, dass er einen Standard-Umschlingungswinkel von etwa 180 Grad aufweist. Beispielsweise kann eine Umlenkrolle (auch Snub-Rolle genannt) eingesetzt werden, um variable Umschlingungswinkel zu erzielen. Snub-Rollen sind kleine Rollen, die auf der Rücklaufseite des Riemens montiert und unmittelbar neben der Antriebsrolle positioniert werden. Der Zweck einer Snub-Rolle besteht darin, den Riemen stärker gegen die Antriebsrolle zu pressen und dadurch den Umschlingungswinkel auf 210 Grad oder mehr zu erhöhen. Aus physikalischer Sicht führt eine größere Kontaktfläche zwischen Riemen und Rolle zu höherer Reibung und verringert die Wahrscheinlichkeit eines Riemenschlupfs. Snub-Rollen weisen jedoch auch einen Nachteil auf: Da sie auf der Rücklaufseite des Riemens angebracht sind, neigen sie dazu, verschmutzt zu werden und erfordern daher Wartung. Da Snub-Rollen typischerweise als erste Rolle ab der Spannrolle (Take-up-Rolle) angeordnet sind, sollte hier ein Riemenreiniger zur Entfernung von Verunreinigungen vorgesehen werden. Zudem schützt eine glatte Gummilagierung der Snub-Rollen-Trommel diese vor Verschleiß. Fällt innerhalb eines Förderbandsystems der Einbau einer Snub-Rolle aus Platzgründen weg, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen – es stehen nach wie vor Alternativen zur Verfügung.
Eine wichtige Komponente bei der Beschichtung von Rollen ist das Lagging-Rollengummi. Lagging-Gummi wird eingesetzt, um das Auftreten von Bandrutschen zu verhindern. Die meisten Gummi-Lagging-Typen sind unter trockenen Bedingungen ausreichend wirksam. Doch das Vorhandensein von Wasser und Schlamm reduziert die Reibung des Lagging-Gummis drastisch. In solchen Fällen empfiehlt sich der Einsatz von Keramik-Lagging. Keramik-Lagging besteht aus Lagging-Materialien, in die hochwertige Aluminiumoxid-Keramikfliesen in Gummi eingebettet sind. Dadurch entstehen Gummioberflächen, deren Profil nahezu dem von geripptem Gummi entspricht und die selbst bei Wasser, Eis und Schlamm extrem hohe Reibungswerte aufweisen. Ein Beispiel hierfür war ein Steinbruch, der in einer feuchten, bewölkten und kalten Bergumgebung mit einem geneigten Förderbandsystem arbeitete. Aufgrund starker Rutschprobleme ging dort kontinuierlich Produktionskapazität verloren. Es wurden mehrere Versuche unternommen, das Rutschen zu beheben – darunter der Einbau verschiedener Gummi-Lagging-Varianten sowie eine Erhöhung der Bandspannung im System. Letztlich konnte das Rutschenproblem jedoch erst durch den Einsatz von Keramik-Lagging behoben werden. Der Erfolg war so deutlich, dass sogar das Lagging der nachfolgenden Förderbandrolle ausgetauscht werden musste, um mit der verbesserten Leistung Schritt zu halten. Dies ist die Art dramatischer Leistungssteigerung, die mit der richtigen Wahl des Lagging-Materials erzielt werden kann.
Bandförderer transportieren Materialien in einer Richtung; bei einigen Ihrer Materialien handelt es sich jedoch um geneigte Strecken, die vor Rücklauf geschützt werden müssen – dies ist der Schutz vor Rücklauf. Bei geneigten Bandförderern fällt das vollbeladene Förderband bei einem Motorausfall unkontrolliert zurück. Das Band bewegt sich rückwärts, und unzählige Materialien fallen heraus. Dies stellt eine gefährliche Unordnung dar. Die Materialien können z. B. das Getriebe überlasten. Aus diesem Grund sind Rücklaufsperren erforderlich; Rücklaufsperren sind mechanische Kupplungen. Rücklaufsperren greifen bei einer Rückwärtsdrehung ein, erlauben jedoch eine Vorwärtsdrehung. Rücklaufsperren befinden sich häufig an der Antriebswelle des Förderers. Rücklaufsperren schützen vor Rücklauf und sind sicher befestigt. Die meisten Sicherheitsvorschriften verlangen in diesem Fall den Einsatz von Rücklaufsperren. Rücklaufsperren mögen zwar unerwünscht sein, sind jedoch in unglücklichen Situationen von entscheidender Bedeutung.
Bei Verwendung geeigneter Komponenten und sorgfältiger Installation kann es dennoch zu Riutschlupf kommen, wenn die Wartung vernachlässigt wird. Im Laufe der Zeit dehnt sich der Riemen, die Ummantelung (Lagging) verschleißt und die Rollen werden glatt. Zudem kann es zu Materialanlagerungen an verschiedenen Komponenten kommen. Jede dieser kleinen Veränderungen verringert die Reibung – und eines Tages beginnt der Riemen einfach zu rutschen. Die Behebung dieser Probleme ist einfach: Prüfen Sie regelmäßig die Riemenzugspannung. Inspektieren Sie die Ummantelung und den Riemen auf Materialanlagerungen. Eine falsch ausgerichtete Riemenlaufbahn ist eine wesentliche Ursache für Riutschlupf und kann das System ungleichmäßig belasten; stellen Sie daher sicher, dass der Riemen korrekt läuft. Einige Minuten Inspektionsaufwand können stundenlange Ausfallzeiten vermeiden. Achten Sie auf Ihre Lastgrenzen. Eine Überlastung eines geneigten Bandförderers ist ein sicheres Mittel, um Riutschlupf zu verursachen.
Die vier entscheidenden Faktoren zur Vermeidung von Rutschen der Förderbänder in geneigten Bandförderanlagen sind die Spannungseinstellung, die Erhöhung des Greifvermögens durch Vergrößerung des Umschlingungswinkels, der Austausch der Laufflächenbelagung gegen keramische Beschichtung bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen sowie die Montage von Rücklaufsperren an Steigungen zur Gewährleistung der Sicherheit. Regelmäßige Inspektionen helfen dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu kostspieligen Ausfällen führen. Durch die richtige Systemwartung lässt sich ein Rutschen vermeiden. Der kontinuierliche Transport von Materialien bergauf führt nicht zu frustrierenden Unterbrechungen. Ihre Produktionslinie wird effizienter arbeiten.
Aktuelle Nachrichten