In einer Lebensmittelverarbeitungsanlage geht es bei Sauberkeit nicht nur darum, Inspektionen zu bestehen. Es geht darum, Menschen zu schützen. Bakterien können sich auf jeder Oberfläche vermehren, die Feuchtigkeit oder Speisereste enthält, und ein Förderband, das stundenlang ununterbrochen läuft, berührt jedes einzelne Produkt, das durch die Anlage transportiert wird. Herkömmliche Flachförderbänder weisen zahlreiche Stellen auf, an denen sich Speisepartikel festsetzen können – unter dem Band, um die Rollen herum oder in den Nähten. Eine gründliche Reinigung dieser Bereiche zwischen den Produktionsläufen erfordert Zeit und Arbeitsaufwand. Daher entscheiden sich immer mehr Lebensmittelhersteller für das Gliederförderband. Sein Design ermöglicht eine schnellere, einfachere und deutlich effektivere Reinigung.
Der wichtigste Grund, warum ein Lamellenförderer leicht zu reinigen ist, liegt in seiner modularen Konstruktion. Statt eines durchgängigen Bandes besteht ein Lamellenförderer aus einzelnen, miteinander verzahnten Lamellen, die die Förderebene bilden. Durch diese modulare Bauweise können einzelne Abschnitte ohne Werkzeug entfernt werden, wodurch Zugang zum Rahmen und zu den darunterliegenden internen Komponenten gewährleistet ist. Einige neuere Modelle verfügen über eine werkzeuglose Demontage: Die Seitenwände lassen sich ohne Werkzeug entfernen, und das Band kann abgehoben werden, um vollständigen Zugang zum Fördererkörper zu erhalten. Nach der Demontage können sämtliche Komponenten einzeln gespült und desinfiziert werden. Ein solches Maß an Zugänglichkeit ist bei einem herkömmlichen Förderband mit einstückigem Band schlicht nicht möglich.
Lebensmittelverarbeitungsumgebungen sind feucht, oft heiß und unterliegen häufigen Reinigungen mit Wasser und Reinigungsmitteln. Jede Ausrüstung, die diesen Bedingungen nicht standhalten kann, rostet, korrodiert oder bietet Bakterien in Spalten Unterschlupf. Ein Gurtförderer mit Lamellen für die Lebensmittelverarbeitung besteht aus Edelstahl für den Rahmen, die Lamellen selbst und sämtliche sichtbaren Komponenten. Edelstahl ist korrosionsbeständig, nimmt keine Feuchtigkeit auf und verträgt wiederholte Kontakt mit Reinigungsmitteln, ohne sich abzubauen. Einige Ausführungen verwenden zudem lebensmittelechte Kunststofflamellen aus Materialien wie HDPE, die leicht, nicht porös und gemäß den FDA-Richtlinien für Lebensmittelkontakt zugelassen sind. Diese Kombination aus Edelstahl und lebensmittelsicheren Kunststoffen schafft ein System, das von Grund auf für einen hygienischen Betrieb konzipiert ist.
Die Geometrie eines Lamellenförderers ist von Natur aus sauberer als viele Alternativen. Die ineinandergreifenden Lamellen ergeben eine relativ ebene Oberfläche mit weniger Nähten und Spalten im Vergleich zu einem herkömmlichen Band, das um Rollen gespannt ist. Es gibt keine Stellen, an denen sich Speisepartikel tief in der Mechanik verkeilen und dort tagelang verbleiben können. Wenn die Lamellen ordnungsgemäß mit glatten Kanten und engen Toleranzen ausgelegt sind, hat Schmutz einfach keinen Platz, um sich zu verstecken. Diese bündige Oberflächengestaltung bedeutet, dass ein einfaches Abspülen mit Wasser den Großteil der Rückstände entfernt; der Rest ist leicht mit einer Bürste oder einem Tuch erreichbar.
In einer stark frequentierten Lebensmittelproduktionsanlage erfolgt die Reinigung täglich, manchmal sogar zwischen jeder Produktionscharge. Ein gut konstruierter Stabförderer verfügt über Merkmale, die diese Routine unterstützen. Wasserdichte, nach NEMA-Standards klassifizierte Steuerungen und geschlossene Antriebssysteme schützen die elektrischen Komponenten während der Spülreinigung. Stufenlos einstellbare Geschwindigkeitsregelungen ermöglichen es, das Förderband während der Reinigung langsam zu betreiben, sodass Bürsten oder Sprühleisten die gesamte Oberfläche bearbeiten können. Einige Systeme umfassen eine patentierte Konstruktion, bei der das gesamte Förderband – einschließlich der gekrümmten Abschnitte – werkzeuglos zur Tiefenreinigung entfernt werden kann. Das Band kann anschließend mit dem Hochdruckreiniger gespült und rasch wieder montiert werden, wodurch die Stillstandszeiten zwischen den Produktionsläufen minimiert werden.
Lebensmittelsicherheitsstandards wie HACCP und die Vorschriften der FDA werden nicht weniger streng. Ein Förderer, der schwer zu reinigen ist, birgt für eine Anlage das Risiko von Audit-Mängeln und – noch wichtiger – von Produktkontaminationen. Ein Gurtförderer mit Edelstahlkonstruktion und modularem Zugang erleichtert die Einhaltung dieser Vorschriften. Der Reinigungsprozess ist schneller und gründlicher, was bedeutet, dass die Reinigungstrupps ihre Arbeit in kürzerer Zeit besser erledigen können. Für Anlagenleiter bedeutet dies weniger Probleme während Inspektionen und ein höheres Maß an Sicherheit, dass die Anlage nicht die Ursache einer Kontaminationsgefahr ist.
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